Menetekel
Wir könnten, wenn wir wollten, es schon lange wissen: Die Warnung steht wie Feuerzungen an der Wand. Doch wir betäuben trotzdem feige das Gewissen und folgen uns´ren Trieben nur statt dem Verstand.
Wir haben nichts gelernt aus all den Kriegen und haben all das Elend, all die Qual vergessen. Wir glauben immer noch, wir könnten siegen. So große Dummheit ist doch kaum noch zu bemessen!
Was machbar ist, wird skrupellos vollzogen. Die Folgen sind den Tätern ganz egal. Das Volk wird mit Versprechungen betrogen. Das Resultat ist fast in jedem Fall fatal.
Wir töten mitleidlos die Wesen die uns nützen und opfern sie dem Kapital und uns´rer Macht. Doch wenn wir schließlich auch die ganze Welt besitzen hat uns das ganze Morden letztlich nichts gebracht.
Die Luft, das Wasser, auch die Tiere und die Pflanzen, sie wurden uns ja nicht geschenkt - nein, nur geliehen! Wir seh´n die Teile nur und nicht die Welt im Ganzen.Was wir der Erde antun, wird uns nicht verziehen! Der Schöpfer hat wohl bald genug von unserem Treiben.Ein Wort von ihm genügt, das Blatt zu wenden,die letzte Seite der Tragödie zu schreiben und unser Dasein auf der Erde zu beenden.
Menetekel